Jahresberichte
der Großkomturei München
Jahresbericht der Großkomturei München 2010
Am 09.01.10 WB sprach Egon
Kahl zum Thema „Weißer Fisch und Weißer Wein“. Alle Teilnehmer waren gespannt,
weil das Thema noch nicht verriet, um was es gehen wird. Und dann waren die WB
und besonders auch ihre Damen begeistert, denn WB Kahl schöpfte aus einem
unendlichen Fundus und erklärte uns den weißen Fisch, seine Lebensgewohnheiten,
die Art des Fangens derselben, ihre Zubereitung und die Freude beim Genießen
mit einem feinen weißen Wein. Das war ein guter Anfang. Herzlichen Dank, lieber
WB Kahl.
WB
Kunsthistoriker Dr. Dirk Klose führte am
10.2.10 zum Thema „Bayern und Pfalz: eine historische Spurensuche“ durch die
Residenz München. Anhand ausgewählter Ausstellungstücke in der Schatzkammer
wurde die spannende und wechselvolle Geschichte der bayerischen und Pfälzer Wittelsbacher von 1214 bis zu Kurfürst Karl Theodor
geschildert. In der Ahnengalerie des Residenzmuseums war die Historie der in
Bayern auf Karl Theodor folgenden Linie der Herzöge von Pfalz-Zweibrücken (Birkenfeld-Bischweiler) ein Schwerpunkt. Abschluss der
Führung bildete das Frankenthaler Porzellan im ersten Obergeschoss der Residenz
sowie das Schreibgerät der Madame Pompadour, der berühmten Mätresse Ludwigs
XV., die eng mit Herzog Christian IV. von Pfalz-Zweibrücken befreundet war.
Am 17.02.10, Aschermittwoch,
trafen wir uns zum traditionellen Fischessen in der Pfälzer Residenz Weinstube.
Zu unserem Frühjahrskonvent
am 19.3.10 konnten wir unseren Ordensmeister
Dr.
Bei dieser Gelegenheit
überreichte der Großkomtur WB Dr.
Am 20.03.10 erlebten wir den
Höhepunkt dieses Jahres aus Anlaß des 50-jährigen
Bestehens unser Großkomturei München. Auf Einladung
der Landtagspräsidentin Barbara Stamm waren wir Gast im Maximilianeum,
dem Sitz des Bayerischen Landtages.
Ganz im Sinne unserer Ordensregeln
begannen wir den Tag mit einem Symposium.
Nach der Begrüßung der über
hundert Gäste durch Großkomtur Lutz Prüfer referierte unser Ordensmeister Dr.
Prof. Dr. Manfred Stock aus dem
Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung ging mit seinem Thema "Wo wächst in
Deutschland welcher Wein zum Zeitpunkt der 75-Jahrfeier unserer Großkomturei?" in die Zukunft und zeigte die Chancen
und die Entwicklung für den Wein/Weinbau auf.
Die Vortragsreihe wurde
beendet durch unseren WB Maximilian Bucher mit seiner launigen Erinnerung an
"Georg Britting, ein literarischer Ahnherr der
Pfälzer Weinbruderschaft in München".
Im Anschluss an die
Diskussion stellte Großkomtur Lutz Prüfer unsere Festschrift zum 50-jährigen
Bestehen der Großkomturei vor.
Beim festlichen Abendessen
mit guten Weinen aus der Pfalz, das im Steinernen Saal des Maximilianeums
stattfand, durften wir neben etlichen Ehrengästen aus der bayerischen Politik,
auch unsere Weinbrüder aus Neustadt, Nürnberg und Berlin begrüßen. Grußworte
richteten die 1. Vorsitzende des Landesverbandes der Pfälzer in Bayern Prof. Ursula Männle
MdL und der Ordensmeister Dr.
An dieser Stelle sei allen
an der Vorbereitung und Durchführung mitwirkenden Weinbrüdern und Frau Lilo
Habersack besonders gedankt.
Für unsere vom 07. bis 09.
Mai stattfindende Jubiläumsweinreise hatte Großkomtur Lutz Prüfer eine Fahrt in
unser „Mutterland“ gewählt. Dort hatten wir Weinproben bei den Weingütern Schloß Janson in Bockenheim, Bürklin-Wolf in
Wachenheim,
Ein Höhepunkt war ein Besuch bei Kapitelmeister Oliver Stieß in
Frankweiler. Zusammen mit seiner Frau Eva-Maria und seinen beiden Töchtern
wurden wir mit einem Ochsenbraten mit und Frankweiler Weinen bewirtet. Zu unserer
Begrüßung kamen noch der Ordenssecretarius Herbert Hirschmann
und seine Frau sowie Bertram Lidy aus Frankweiler
hinzu. Letzterer kredenzte uns eine Weinprobe, die uns zeigte, daß nicht nur die ganz großen Namen inzwischen einen
hervorragenden Wein erzeugen. Den Abschluss unserer dreitägigen Reise bildete ein
von WB Dr. Hans von Malottki organisiertes Picknick
an der Villa Ludwigshöhe mit guten Weinen von der Winzergenossenschaft
Edenkoben und Pfälzer Wurstbroten, die von der Metzgerei Schreieck in St.
Martin gestiftet wurden.
Wir bedanken uns ganz
herzlich bei Familie Stieß, Herrn Lidy, Familie Spindler, Karl-Josef Kohlmann, der Metzgerei Schreieck und
last not least unseren beiden Weinbrüdern Pfarrer Brem und Dr. Hans von Malottki,
die besonders zum Erfolg der Reise beigetragen haben.
Am 9.7. berichtete WB Dieter Volk von seiner beruflichen
Tätigkeit mit dem Vortrag "Mein Beruf als Investmentbanker". Hierbei
konnten wir feststellen, dass WB Dieter Volk nicht nur etwas von gutem Essen
und gutem Wein versteht, sondern auch in der internationalen Finanzwelt zu Hause
ist.
Auch dieses Jahr
veranstaltete die Pfälzer Residenz Weinstube in der Münchner Residenz ein
Pfälzer Weinfest. Dieses Jahr waren Winzer aus der Mittelhaardt in den sogenannten Kaiserhof gekommen. Unser regelmäßiger
Mittwochs-Stammtisch mit Damen wurde aus diesem Anlass am 04.08.10 in den
Kaiserhof verlegt.
WB Habersack lud am 10. September 2010 zu einer „gepflegten Weinprobe“ in sein Haus ein, bei der Genuss und Fortbildung in gleicher Weise im Vordergrund standen. Begleitend zu einem von Frau Habersack stimmig gewählten und vorzüglich zubereiteten Essen wurden sechs gleichwertige trockene Spitzen-Rieslinge renommierter Pfälzer Weingüter (meist VDP) des Jahrgangs 2009 blind verkostet. Aufgabe war es, den Boden (das Terroir), auf dem die Weine gewachsen waren (Kalkmergel, Buntsandstein, Basalt, Kalkstein oder Schiefer), zu erschließen. Diese Prüfung bestanden die Weinbrüder und die mit eingeladenen Damen mit gutem Erfolg. Niemand konnte jedoch die sehr schwere Aufgabe lösen, worauf die teilweise erstaunlichen Unterschiede in Duft und Geschmack der jeweils doppelt ausgeschenkten gleichen Weine zurückzuführen waren. Der Hausherr lüftete das Rätsel: Die eine Flasche war jeweils kurz vor der der Verkostung, die Konterprobe drei Tage vorher geöffnet worden. Fast durchwegs mundeten mehrheitlich die länger geöffneten Flaschen des noch jungen Jahrgangs besser.
12.11.10 In unserer
Vortagsreihe "Mein Lieblingswein" stellten uns WB
Das Bruderschaftsjahr wird am
10. Dezember traditionell durch unseren Adventsabend beschlossen, der dieses
Mal von WB Dr.
München
die Großkomturei
Jahresbericht der Großkomturei München 2009
Das
Jahr 2008 hatten wir mit einer besinnlichen Adventsfeier ,
die wie schon traditionell von unserem Kanzler Dr. Emil Kunz arrangiert worden war,
beendet. Herzlichen Dank, lieber Emil Kuntz, dafür und auch für Deinen steten
Einsatz bei allen Belangen unserer Großkomturei.
Das
Bruderschaftsjahr begannen wir am 9. Januar mit einer weiteren Runde „Mein Lieblingswein“unter dem Titel „Weine und Gitarrenmusik aus
Spanien“, die geleitet wurde von Weinbruder Ereich Kopf. Weinbruder Perry
Schack stellte zwar auch selbst einen Wein vor, begeisterte uns aber vor allem
mit seiner meisterlich vorgetragenen spanischen Gitarrenmusik. Beiden danken
wir herzlich.
Am 11. Februar setzten wir unser Programm fort mit
dem Besuch einer Sonderausstellung in der Alten Pinakothek München, in der die
Gemäldesammlung von Kurfürst Johann Wilhelm von der Pfalz zu besichtigen war.
Durch die Ausstellung führte WB Dr. Dirk Klose, der uns mit seinem kunsthistorischem Fachwissen wieder einmal beeindruckte. Wir
danken Ihm sehr dafür.
Am Aschermittwoch trafen wir uns zum traditionellen
Fischessen in der Pfälzer Residenz Weinstube.
Der Frühjahrskonvent am 13. März fand ebenfalls in
der Pfälzer Residenz Weinstube statt. Unser Großkomtur Lutz Prüfer konnte als
Gast aus Neustadt WB Dr. Jochen Neumann begrüßen. Wir gedachten an diesem Abend
auch unseren verstorbenen Weinbrüdern Dr. Erich Maußer
und Dr. Werner Thann. Nachdem Schatzmeister Andreas
Glückert von der soliden Lage unserer Finanzen berichtet hatte, wurde er von
Großkomtur Lutz Prüfer mit herzlichem Dank aus diesem Amt verabschiedet, und
der Konvent wählte WB

Vom 11. bis zum 14. Juni fand unsere Weinexkursion
statt, die uns dieses Jahr in das Elsass führte. Vorbereitet und durchgeführt
wurde diese Fahrt wieder in der bewährt informativen Weise von WB Dr.
Hans-Joachim Kretz, der dazu folgenden Bericht schreibt:
Elsaß-Weinfahrt
der Großkomturei München
Die traditionelle Weinfahrt
der Großkomturei München unter Leitung unseres
Kapitulars Dr. Kretz führte uns dieses Jahr ins Oberelsaß, in die Gegend von Colmar. Wie gewohnt, starteten am Fronleichnamstag 26
Weinbrüder mit ihren Damen und erreichten nach einem Zwischenstopp in einer
Autobahnkapelle, wo unser WB Pfarrer Brem eine kurze Andacht hielt, das
Klosterdorf Maulbronn. Ein kleiner Imbiss, begleitet von einem Glas des
berühmten Eilfingerberg, stärkte uns für die Besichtigung der Klosterbasilika
mit dem eindrucksvollen Kreuzgang.
Kaum in Ammerschwihr
angekommen, duften wir in der Domaine Jean-Baptiste
Adam unseren ersten Kontakt zum Elsässer Wein aufnehmen. Eine junge Dame führte
uns durch die weiträumigen Kelleranlagen und offerierte uns eine fünfteilige
Weinprobe, darunter einenL`Auxerrois Vieilles Vignes und einen Gewurztraminer Kaefferkopf,
begleitet von einem „Kougelhopf“. Danach verblieb
gerade noch Zeit, um unser Quartier im Hotel „Les Remparts“ in Kaysersberg zu beziehen und zurück in Ammerschwihr
im feinen „Aux Armes de France“ ein sehr
ansprechendes Menu einzunehmen.
Der nächste Tag begann mit
einer achtteiligen Weinprobe in einem der renommiertesten Weingüter des
Oberelsaß, der Domaine Josmeyer
in Wintzenheim. Der Eigentümer erklärte uns
persönlich seine Weinphilosophie und die biologische und die bio-dynamische
Weinpflege nach den Gedanken von Rudolf Steiner. Im benachbarten Wettolsheim wartete dann ein hervorragendes Mittagessen im
Restaurant „La Palette“. Der Service war anfangs schier verzweifelt, dass wir
„nur“ zwei Stunden für das Menu zur Verfügung hatten. Aber mit vereinten
Kräften (wir kassierten selber ab) schafften wir es, den nächsten Termin
wahrzunehmen: nämlich eine Führung durch den Ort unseres Quartieres,
das mittelalterliche Städtchen Kaysersberg mit dem
Geburtshaus Albert Schweitzers. In einer kleinen Winstub
(Restaurant du Chateau) ließen wir den Tag bei Crémant,
Wein und „Baeckeoffe“ ausklingen.
Am Samstag erwartete uns, in
der von WB Erich Wilhelm empfohlenen Domaine Schoepfer, im malerischen Eguisheim,
dem Geburtsort von Papst Leo IX, ein Winzer von altem Schrot und Korn. Herr Schoepfer, assistiert von seinem Sohn, kredenzte uns in
seinem romantischen Winzerhofes (einem ehem. Zehnthof
des Klosters Marbach), begleitet von frischen Bretzeln eine achtteilige
Weinprobe, darunter die beiden Gewurztraminer
Altengarten 2007 und Vorbourg 2006. Ein Glas Crémant beschloss diese fröhliche Weinprobe.
In der nahe gelegenen „Auberge des Trois Chateaux“ wurde noch ein kleines Mittagessen eingenommen,
bevor wir von unserem Gästeführer abgeholt wurden. Er zeigte uns das alte und
berühmte Colmar, die Hauptstadt des Oberelsaß.
Während der Großteil unserer Gruppe wackeren Schrittes die sehenswerte Altstadt
durcheilte, genossen die „Mühselig und Beladenen“ die Bequemlichkeit eines
kleinen Bummelzuges, um mit ihm Teile des Städtchens im Vorbeifahren zu sehen.
Ein absolutes Muss für alle war der Besuch des Unterlindenmuseums mit dem
weltberühmten Isenheimer Altar von Mathias Grünewald.
Bei einem Abendessen in Kaysersberg im renommierten
Restaurant „Chambard“ ließen wir bei
Elsässerspezialitäten, guten Weinen - auch Biere wurden gesichtet – und einem
Quetsch, diesen ereignisreichen und schönen Tag ausklingen.
Nachdem wir am Sonntagfrüh
Abschied von unserem Hotel und seiner charmanten Chefin genommen hatten, fuhren
wir, einem Insidertipp folgend, nach Wihr-au-Val,
einem kleinen Ort kurz vor Munster. In der Domaine Schoenheitz (bei süßem
und salzigem Kougelhopf sowie Schnittchen mit Munster) stellte uns Herr Schoenheitz
persönlich sechs seiner Weine vor. Besonders der 1998 Riesling „Holder“ Vendanges Tardives, der einige
Auszeichnungen erhalten hatte, wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Auch
die freimütig geäußerten Ansichten des Winzers über seine integrierte
Weinbauarbeit haben uns sehr beeindruckt.
Nach knapp zweistündiger
Fahrt erreichten wir Wissembourg, wo uns WB Dr. v.
Malottki durch die ehemalige Abteikirche St. Peter und Paul führte. Ein kleiner Bummel durch die, wegen eines Flohmarktes
besonders quirlig erscheinende Altstadt schloß sich an. Hier bestand die letzte
Möglichkeit einen frischen Flammkuchen zu genießen, wovon wir auch ausgiebig
Gebrauch machten.
Gegen 21 Uhr erreichten wir
München, wo ein gewaltiges Gewitter das Abschiednehmen sehr verkürzte. So fand
diese Weinfahrt ein stürmisches Ende. (H-J Kretz)
Wir bedanken uns für die
hervorragende Organisation dieser Reise.

Am 10. Juli hielt WB Pfarrer Brem einen Vortrag
"Wein - Kultgetränk der Religionen" mit einer begleitenden Weinprobe
bei der wir auch koschere Weine verkosten konnten, was für die meisten von uns
eine ganz neue Erfahrung war. WB Brem konnte uns dabei launige Erlebnisse rund
um den Wein von seinen Reisen in das Heiligen Land schildern. Herzlichen Dank,
lieber Weinbruder Brem!
Das Pfälzer Weinfest im Kaiserhof der Residenz, das
vom Landesverband der Pfälzer in Bayern e.V. immer in der ersten Augustwoche
veranstaltet wird, war auch für uns ein fester Termin im Kalender, zu dem wir
viele Weinbrüder mit Damen begrüßen konnten.
Aus Anlaß seiner 40-jährigen Mitgliedschaft in
unserer Weinbruderschaft lud uns Großkomtur Lutz Prüfer ein und stellte uns in
einer neunteiligen Probe einige seiner Lieblingsweine aus acht deutschen
Weinbaugebieten vor, gekrönt von einem dem Anlaß entsprechenden noch immer wunderschönen
1969-er vor. Für die anschließende köstliche Bewirtung bedanken wir uns bei
Frau Christine Prüfer herzlich.
Darüber hinaus trafen wir uns mit Damen in jedem
„geraden“ Monat am zweiten Mittwoch zum Stammtisch in der Residenzweinstube.
Am 13. November stellten unser Ordensrat Dr. von
Malottki und unser Secretarius Ralph Marthaler uns „Neue (bemerkenswerte) Weine in der
Pfälzer Residenz Weinstube“ vor. Probe
und Vortrag gaben uns einen ganz neuen Einblick in die Philosophie der Weinwelt
der Residenzweinstube. Herzlichen Dank den beiden.
Der traditionelle Vorweihnachtliche Weinabend fand am
11. Dezember statt. Gestaltet war er auch dieses Jahr von unserem Kanzler Dr.
Emil Kuntz. Er hatte uns dieses Mal nicht nur mit Glühwein und Stolle, sondern
mit zwei richtigen Engeln, den Damen Förg (Harfe) und
Demmel (Hackbrett) erfreut. Wir hoffen zwar, daß
seine Ankündigung „das war das letzte Mal“ nicht ganz ernst gemeint ist,
bedanken uns aber ganz herzlich dafür, daß er mit seinen Adventsfeiern eine
Tradition begründet hat.
Alles in allem ist das Jahr 2009 wieder ein gutes
Jahr für uns, in dem wir viel erlebt haben, welches aber auch schon die
Schatten voraus wirft auf das Jubiläumsjahr 2010, in dem unsere Großkomturei am 20. März ihren 50-sten Geburtstag feiern
wird.
(Großkomturei München)